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Dank der unschlagbaren Angebote einer gewissen Fluggesellschaft konnte ich es mir in diesem Jahr nicht nehmen lassen im September nochmal einen Kurzurlaub in Island einzuschieben und mein “halbes” Pony Prins persönlich mit diversen seiner Kumpels in die verdiente Winterpause zu verabschieden. Trotz seiner geringen Dauer war der Aufenthalt durchaus ereignisreich! Zunächst mal spielte schon fast traditionell das Wetter mit: Sonne pur und tatsächlich bis 16°C - genial. (Ab Dienstag versprach die Wettervorhersage dann wieder Regen :-)) Außerdem stand für den Samstag ein Schafabtrieb auf dem Programm. Bekannte von einer Farm in der Gegend hatten eingeladen und ich durfte mitkommen. Da war ich ja wirklich gespannt! Also brachen Christiane und ich mit vier Pferden im Laufe des Vormittags auf. Wir wussten nicht genau, was man von uns erwartete, aber das sollten wir bald erfahren. Es war zwar jede Menge “Fußvolk” anwesend, aber außer uns nur zwei Reiter, diese jedoch Profis. Ups - ob wir uns da nicht blamieren. Kurze Einweisung, die etwas diffus war, und los ging’s. Während Foringi und Prins, die uns zum Ziel gebracht hatten, im Paddock ihre Pause genossen und uns zusahen, ritten Christiane und ich auf Soley und Gola ein Riesen-Areal ab um alle sich dort rumtreibenden Schafe zusammenzusuchen. Dank unserer beiden unglaublich trittsicheren und zuverlässigen Isi-Mädels klappte der zeitweise sehr flotte Ritt über Stock und Stein und durch teilweise auch recht sumpfiges Gelände total gut und wir haben uns, glaube ich, nicht allzu doof angestellt :-)) Das einzige Problem war, dass die Schafe relativ klein und das Gras hoch war. Also wusste man nie genau, wo sich welche aufhielten und musste wirklich s ystematisch das ganze Gelände absuchen, was bei den Dimensionen in Island eine ganze Weile dauert. Ihren speziellen Einsatz hatte Christiane bei der Verfolgung eines besonders widerspenstigen Schafes. Es wollte absolut nicht zu den anderen, büxte immer wieder aus und landete schließlich in einem Graben. Bei dem Versuch es dort wieder rauszuholen, landete Christiane fast selber drin. Aber Dank Soley’s Standfestigkeit konnte sie sich (und das Schaf) halten, bis ich mit Gola ankam, vom Pferd runter war und Christiane wieder auf die Füße ziehen konnte. Das Schaf hatte verloren und gemeinsam mit unserer Mitreiterin wurde es an den Hörnern aus dem Graben gezogen und anschließend in die Schaufel des anrollenden Traktors verladen, wo bereits ein anderes uneinsichtiges Schaf darauf wartete zum Rest der Herde chauffiert zu werden. Ein heldenhafter Einsatz :-)) Am Sonntag wurde dann der Zaun der Winterweide einsatzbereit gemacht. Dazu reisten diverse Freunde und Familienmitglieder zur Unterstützung an. Die einen langten bei der Arbeit, die anderen doch hauptsächlich beim Essen richtig zu und am späten Nachmittag war alles bereit für die ersten Winterurlauber - also die Eisen runter und raus in die Freiheit bis zum Frühjahr! Man sieht also, auch in der Nachsaison im Herbst ist Island eine Reise wert und man kann einiges abseits vom üblichen Tourismus erleben. Na, Lust bekommen?! Egilsstadir1 wartet auf Euch!
Ach so: die wahren Cowboys kommen übrigens aus Island - auch wenn sie dort Schafe statt Kühe treiben!
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